Kantonales Asylzentrum Sonneblick Walzenhausen

Vorprojekt bis Ausführung  

Der „Sonneblick“ in Walzenhausen diente seit seinen Anfängen 1933 in unterschiedlicher Weise als gemeinnütziger Ort der Begegnung, Besinnung, Erholung und Zuflucht. Aktuell beherbergt die Liegenschaft ein kantonales Asylzentrum, wo Personen aus dem Asylbereich während eines Teils ihres Verfahrens Unterkunft und Betreuung finden. Das gebaute Ensemble besteht aus zwei Gebäuden in Appenzeller Bauweise, welche sich über die Jahrzehnte stetig und gemäss den neuen Ansprüchen gewandelt haben. Das bestehende „Stickerhämetli“ (Haus 2) erfüllt heute diverse massgebliche Vorschriften für die Nutzung als Beherbergungs- und Bürobetrieb nicht, wodurch einige Räumlichkeiten zur Zeit nicht zur Verfügung stehen. Zusätzlich weisen die Gebäude teilweise Sanierungsbedarf bei Statik, energetischen Ansprüchen und Haustechnik auf. Um die ursprünglich geplante Ausnützung zu erzielen und den langfristigen Erhalt zu sichern, wurde 2022 eine Variantenstudie durch die hutterzoller Architektur erarbeitet. Seit Frühling 2024 wurde die konkrete Projektierung unter Einbezug der aktuellen betrieblichen Anforderungen und gemäss den Erkenntnissen der vorhandenen Bausubstanz bis zum Bauprojekt weiterentwickelt. Im Sommer 2025 erfolgte mit Erteilen der Baubewilligung der Start in die Ausführungsplanung im Hinblick auf einen Baubeginn im Frühling 2026.

Die Architektur nimmt Bezug auf die vorgefundenen Elemente, mit dem Ziel eines zusammengehörigen Gesamtensembles. Die baulichen Eingriffe konzentrieren sich insbesondere auf den westlichen Anbauteil des „Stickerhämetli“. Mit dem Ersatz des dortigen Dachgeschosses soll ein einheitliches Gesamtbild entstehen und im Innenraum eine sinnvolle Raumhöhe geschaffen werden. Im Haupthaus wird über den neuen Aufzug das Behindertengleichstellungsgesetz sowie eine verbesserte Gebäudebewirtschaftung umgesetzt. Der Dachraum wird betriebstauglich erschlossen und als zweigeschossige Bürofläche ausgebaut. Der Eingriff in Haus 1 beschränkt sich vorerst auf den Ersatz der bestehenden Liftanlage. Die Umgebung wird gemäss heutiger Form erhalten bzw. wiederhergestellt.